Durch Feministisches Coaching zu deinem stimmigen Weg
Es gibt Phasen, in denen das Gefühl „Ich muss einfach noch besser werden in …“ zur ständigen Begleiterin wird. Ja, gar nicht so selten schaffst und beendest du Dinge, aber statt kleine Erfolge zu feiern, läufst du gleich weiter – nur um die nächste Hürde zu nehmen oder zumindest vor dir auftauchen zu sehen. „Um das zu schaffen, muss ich mir noch diese Inhalte aneignen.“ Oder: „Um diesen Konflikt zu meistern, muss ich dringend meine Konfliktfähigkeit verbessern.“ So sehr sich manches davon gut und vielleicht logisch anhört – irgendwann wird klar: Da steckt ein Muster von „Nie ist es ausreichend, so wie es ist“ dahinter. Und dieser Weg führt nicht zu mehr Kompetenzgefühl und Wohlbefinden, sondern direkt in die Falle der Selbstoptimierung.
Nur noch ein wenig an mir arbeiten, damit …
Diese Idee, sich ständig selbst optimieren zu müssen ist natürlich keine rein persönliche Angelegenheit. Sie ist tief in einer neoliberalen Logik verwurzelt, die aus jedem von uns eine Art „Projekt“ macht, das es ständig zu verbessern gilt.
In dieser Denkweise trägt das Individuum die volle Verantwortung für Erfolg, Glück und Wohlbefinden. Diese Haltung blendet gesellschaftliche Zusammenhänge aus und tut so, als könnten wir allein durch „besseres Verhalten“, besseres Zeitmanagement oder mehr Disziplin alle Herausforderungen meistern. Wer scheitert, ist selbst schuld – hat nicht hart genug an sich gearbeitet. Strukturelle Ungleichheitsverhältnisse oder persönliche und psychische Belastungen bleiben dabei unsichtbar. Das führt zu großem Druck, Selbstzweifeln und Erschöpfung. Wer nicht mithalten kann, wird schnell zum Verlierer erklärt – obwohl viele Grenzen und Hürden systemisch sind und nicht auf individueller Ebene gelöst werden können.
Einige Coaching-Angebote reproduzieren leider diese Logik, gewollt oder ungewollt: Sie setzen auf Ziele wie verstärkte Selbstdisziplin, höhere Produktivität oder „mehr aus sich machen“ im Namen der Selbstbestimmung oder Selbstverwirklichung. Life-Coachings versprechen, mit der richtigen Methode das bessere Selbst zu werden – doch oft wird dabei übersehen, dass so der Druck und das Unbehagen, was die Menschen ins Coaching geführt hat, verstärkt werden. Auch Selbstfürsorge wird in diesem Szenario zur neuen Pflicht, und jeder Moment der Erholung muss minutiös geplant und nutzbringend verbracht werden.
Coaching mit feministischer Perspektive verfolgt einen anderen Ansatz.
In meinem Coaching möchte ich dieser Logik etwas entgegensetzen. Statt Tools für Optimierung schaffe ich einen Raum, in dem du dich selbst in deinem Denken, Fühlen und Handeln wirklich wahrnehmen kannst. In dem du deine Bedürfnisse, deine Werte, deine Erfahrungen, deine Muster und Überzeugungen – und auch deine Position in der Gesellschaft, deine Privilegien und Benachteiligungen – wahrnimmst und sichtbar machst.
Es geht um Selbstsensibilisierung, wie Johanna Fröhlich Zapata es beschreibt. Du lernst, auf dich, deine innere Stimme, deinen Körper zu hören, deinen individuellen Kontext zu sehen und deinen eigenen Rhythmus zu finden. Statt Druck ermöglichen wir freundliche Aufmerksamkeit – nicht Leistungsanspruch steht im Vordergrund, sondern Wohlbefinden und Wertschätzung für dich und die gesellschaftlichen Realitäten, in denen du lebst.
Ich glaube nicht an den Satz „Du bist deines eigenen Glückes Schmied“.
Und ja, jede:r von uns hat Hebel und Spielräume, die wir gestalten können. Meine Erfahrung ist, dass sie manchmal sogar größer sind, als wir im ersten Moment denken oder fühlen. Diese zu entdecken ist ein ganz wichtiger Teil des Coachings mit feministischer Perspektive.
Und dennoch verwehre ich mich der Haltung, dass du die alleinige Verantwortung für deine Situation hast. Du bist Teil von verschiedenen Systemen – größeren und kleineren, beweglicheren und starreren –, auf die du mehr Einfluss hast, oder solchen, die du nur schwer in Bewegung setzen kannst. All das gilt es mitzubeachten.
Manchmal darfst du dir einen Ruck geben und eigenmächtig nach vorne schreiten auf dem Weg, den du dir aussuchst. Und manches Mal darfst du auch großzügig mit dir sein und wahrnehmen, dass es nicht in deiner Kraft liegt. Dann geht es nicht darum, dich abzukämpfen an äußeren Logiken, sondern einen Weg für dich zu finden, mit dem du gut und gerne leben kannst. Du darfst deine Ressourcen und Grenzen finden, wahrnehmen – und dafür eintreten.
In meiner Coaching-Praxis in Friedenau oder auch online biete ich dir einen sicheren Raum zum Innehalten, Spüren und Entdecken, was dir wirklich guttut und wie dein persönlicher Weg aussehen kann. Egal, ob du eine berufliche Neuorientierung suchst, deine Zeitkompetenz stärken, mehr Leichtigkeit und Klarheit im Alltag erleben möchtest oder ein völlig anderes Anliegen hast: Es geht darum, im Wissen um die Bedingungen, in denen du lebst, dein Leben so zu gestalten, dass es sich wirklich nach dir anfühlt.
Das spricht dich an? Dann lade ich dich herzlich ein, einen Kennenlerntermin zu vereinbaren. Ich freue mich darauf, dich kennenzulernen.